In aller Kürze: Das beste System gibt es nicht, nur das passende. Für die meisten Unternehmenswebsites ist das WordPress, für Shops je nach Rolle WooCommerce, Shopware oder Shopify, für komplexe Strukturen TYPO3. Und wer seine Seite nicht selbst pflegt, fährt oft ohne CMS besser.
1. Welche Fragen muss ich vor der Systemwahl klären?
„Was ist besser, WordPress oder TYPO3?“ Darauf gibt es keine Antwort. Die richtigen Fragen sind andere:
- Website, Shop oder beides? Und wenn Shop: Zusatz oder Kerngeschäft?
- Wer pflegt die Inhalte? Du selbst, ein Team oder eigentlich deine Agentur?
- Wie oft ändert sich etwas, und wie groß wird das Ganze? Zwanzig Seiten oder zweitausend, eine Sprache oder fünf?
- Was darf es laufend kosten? Lizenzen, Hosting, Updates und Betreuung zusammengerechnet.
Mit genau diesen Fragen fangen wir auch jedes Projekt an, mehr dazu bei unserem Baustein Strategie & Positionierung.
2. Welche Systeme sind 2026 am weitesten verbreitet?
Laut W3Techs (Stand Oktober 2026) laufen gut 40 % aller Websites weltweit mit WordPress. Mit großem Abstand folgen Shopify, Wix und Squarespace.
Marktanteile
Gut 40 % aller Websites laufen mit WordPress.
Im deutschsprachigen Raum sind TYPO3 und Shopware deutlich stärker vertreten. Und Verbreitung zeigt vor allem, wie leicht du Fachleute findest, nicht, was zu dir passt.
3. Alle Systeme auf einen Blick
| Kostenmodell | Stärken | Passt für | |
|---|---|---|---|
| WordPress | Software kostenlos, Hosting und Betreuung laufend | flexibel, riesiges Ökosystem, leicht zu bedienen | die meisten Unternehmenswebsites |
| TYPO3 | Software kostenlos, höherer Aufwand bei Umsetzung und Pflege | Rechte, Mehrsprachigkeit, große Strukturen | große Websites mit vielen Redakteuren |
| WooCommerce | Software kostenlos, Erweiterungen teils kostenpflichtig | Website und Shop in einem System | Shop als Teil der Website |
| Shopware | Community Edition kostenlos, kommerzielle Editionen ab 600 €/Monat | stark bei Marketing, Kategorien, Wachstum | Shop als Kerngeschäft |
| Shopify | Monatsabo plus Gebühren pro Verkauf | schneller Start, kaum Wartung | schneller, schlanker Einstieg |
| Ohne CMS / individuell | Umsetzung einmalig, Änderungen über die Agentur | sehr schnell, sicher, wartungsarm | Seiten, die selten geändert oder ausgelagert gepflegt werden |
4. Für die Website: WordPress oder TYPO3?

Unternehmenswebsite, selbst gepflegt

Große Websites, viele Redakteure
Logos: wordpress.org und typo3.com, jeweils aus den offiziellen Marken-Downloads.
WordPress
Das meistgenutzte CMS der Welt ist oft voller Plugins und lädt langsam. Richtig gemacht ist es für die meisten Unternehmenswebsites trotzdem die beste Wahl: eigenes, schlankes Theme, so wenige Plugins wie möglich, laufende Betreuung.
Passt für dich, wenn du eine Unternehmenswebsite mit Blog und regelmäßig neuen Inhalten selbst pflegen möchtest. → WordPress bei memedia
TYPO3
TYPO3 ist stark bei vielen Redakteuren, mehreren Sprachen und großen Strukturen, seit April 2026 in Version 14 mit Langzeitsupport. Umsetzung und Pflege sind aufwendiger. Für TYPO3-Projekte holen wir ein spezialisiertes Team aus unserem Netzwerk dazu.
Passt für dich, wenn du eine große Website mit vielen Redakteuren oder Sprachen betreibst. → TYPO3 bei memedia
5. Für den Shop: WooCommerce, Shopware oder Shopify?

Shop als Teil der Website

Shop als Kerngeschäft

Schneller Einstieg
Logos: woocommerce.com, shopware.com und shopify.com (Marken-Downloads bzw. Pressebereich).
WooCommerce
Die Erweiterung macht aus einer WordPress-Website einen Shop: ein System, ein Login. Das trägt, solange der Shop Teil deiner Website ist. Bei tausenden Artikeln oder Anbindung an eine Warenwirtschaft stößt WooCommerce an Grenzen. → WooCommerce bei memedia
Shopware
Das Shopsystem aus Deutschland ist für Händler gemacht, deren Kerngeschäft der Shop ist. Die Community Edition ist kostenlos, die kommerziellen Editionen beginnen laut Shopware bei 600 € im Monat. → Shopware bei memedia
Shopify
Mit Shopify verkaufst du ohne Technik-Projekt, mietest dafür aber eine Plattform: Abo plus Gebühren pro Verkauf, begrenzte Individualisierung, aufwendiger Wechsel. Für viele kleinere Unternehmen ist das genau richtig. → Shopify bei memedia
6. Braucht meine Website überhaupt ein CMS?
Wir bauen unsere eigene Website gerade parallel zweimal: als HTML-Website ohne CMS und in WordPress, mit demselben Design und denselben Inhalten. Die wichtigste Erkenntnis: Wenn du deine Seite kaum selbst pflegst und das an eine Agentur ausgelagert hast, ist eine Website ohne CMS wahrscheinlich die bessere Wahl.
Sie besteht aus fertigen HTML-Seiten, ohne Backend und ohne Plugins von Fremdherstellern. PHP und eine Datenbank gibt es nur dort, wo sie gebraucht werden, etwa für Formulare. Das macht sie sehr schnell, sicherer und wartungsarm. Der Haken: Jede Änderung läuft über deine Agentur. Viele wünschen sich ein CMS, um „flexibel“ zu sein, und rühren es dann zwei Jahre nicht an. Mehr dazu bei Vibe Coding.
CMS-Website
z. B. WordPress oder TYPO3
- Pflege
- selbst über ein Backend
- Erweiterung
- Plugins von Fremdherstellern
- Updates
- CMS und Plugins laufend aktualisieren
- Technik
- PHP und Datenbank für jede Seite
HTML-Website ohne CMS
fertige Seiten, von der Agentur gepflegt
- Pflege
- über die Agentur, kein Backend
- Erweiterung
- keine Fremd-Plugins, nur eigener Code
- Updates
- kaum, weniger Angriffsfläche
- Technik
- PHP und Datenbank nur, wo nötig, z. B. für Formulare
Und Baukästen wie Wix oder Squarespace? Für einen Verein können sie reichen, für eine Unternehmenswebsite meist nicht: Du bist an Vorlagen gebunden, und ein Umzug bedeutet fast immer einen Neubau.
7. Entscheidungshilfe
Wenn du die Fragen aus Abschnitt 1 beantwortet hast, führt dich diese Übersicht meist schon in die richtige Richtung.
Was soll deine Website leisten?
Unternehmenswebsite
Du pflegst sie selbst
→ WordPress
Deine Agentur pflegt sie
→ Website ohne CMS prüfen
Große Website mit vielen Redakteuren und Sprachen
→ TYPO3
Online-Shop
Website plus Shop als Nebengeschäft
→ WooCommerce
Shop als Kerngeschäft, der wachsen soll
→ Shopware
Schneller Shop-Start ohne eigenes Technik-Team
→ Shopify
Etwas ganz Eigenes
Ein Werkzeug, das es so nicht zu kaufen gibt
→ individuelle, KI-gestützte Entwicklung
8. Fazit
Die Systemwahl kommt an zweiter Stelle, an erster steht die Frage, was deine Website leisten soll und wer sie pflegt. Lass dir kein System verkaufen, nur weil eine Agentur kein anderes beherrscht. Wir haben für jedes hier genannte System erfahrene Leute im Netzwerk und können dir deshalb neutral sagen, was passt.
Unsicher, welches System zu dir passt?
Lass uns darüber reden. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir auf dein Geschäft, deine Ziele und dein Team und sagen dir ehrlich, welches System passt. Auch wenn es keins ist, das wir am liebsten umsetzen.
Hinweis: Marktanteile und Preise Stand Oktober 2026, sie können sich jederzeit ändern.

Über den Autor: Benno Schmidtler hat memedia gegründet und baut seit über 30 Jahren Websites. Er führt jedes Projekt persönlich, von der Strategie bis zur Betreuung.




