In aller Kürze: Gute Website-Texte beantworten in Sekunden drei Fragen: Was bietest du an? Wie machst du es anders? Warum machst du das? Unten findest du eine Checkliste für deine Startseite.
1. Warum funktionieren Website-Texte anders als Schultexte?
Hinführung, These, Beweis, Fazit: Auf einer Website liest kaum jemand von oben nach unten. Laut Nielsen Norman Group verlassen Besucher eine Seite oft schon nach 10 bis 20 Sekunden, wenn sie nicht sofort erkennen, dass sie richtig sind.
Das Zeitfenster
Nach 10 bis 20 Sekunden ist die Entscheidung oft gefallen.
Nach Nielsen Norman Group: Besucher verlassen Seiten oft innerhalb von 10 bis 20 Sekunden.
Das Wichtigste gehört also nach oben. Der Slogan von BMW zeigt, wie das geht: „Freude am Fahren“ sagt nichts über Technik, und doch schwingt alles mit.
2. Was, Wie, Warum: Welche Fragen muss deine Website beantworten?
Was, Wie, Warum
Von innen nach außen erzählen.
- Warum
- Wofür stehst du? Die schwierigste und wertvollste Frage.
- Wie
- Was machst du anders als andere?
- Was
- Was bietest du an, und für wen?
Angelehnt an den „Golden Circle“ von Simon Sinek.
Was bietest du an?
„Ich verkaufe Autos“ stimmt, ist aber zu ungenau. „Ich verkaufe Elektroautos“ ist besser. Je genauer du sagst, was du machst und für wen, desto schneller weiß ein Besucher, ob er richtig ist.
Wie machst du es, und was ist daran anders?
Verkauft der Händler nur dreirädrige Elektroautos aus Deutschland, hat er ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Und: Wie läuft eine Anfrage bei dir ab?
Warum machst du das?
Die schwierigste Frage, und die wertvollste. Simon Sinek rät, mit ihr anzufangen, weil Menschen sich weniger für das entscheiden, was du tust, als dafür, warum du es tust.
Aus unserer Arbeit
Genau diese Fragen klären wir in unseren Marketing-Basics, bevor wir eine einzige Seite gestalten. Daraus entstehen die Kernbotschaften, auf denen alle Texte aufbauen. Mehr dazu unter Strategie & Positionierung.
3. Wie wird aus deinen Antworten eine Geschichte?
Geschichten bleiben besser hängen als einzelne Fakten, darüber hat zum Beispiel die Marketing-Professorin Jennifer Aaker von der Stanford University gesprochen. Eine gute Geschichte hat einen Helden (du oder dein Kunde), einen Konflikt, eine erkennbare Entwicklung und eine Auflösung, erzählt in drei Akten.
Spannungskurve
Eine Geschichte in drei Akten.
Auf der Website kann das die „Über uns“-Seite sein oder eine Case Study.
4. Wie schreibst du für eilige Leser?
- Zwischenüberschriften, die allein Sinn ergeben.
- Kurze Absätze, ein Gedanke pro Absatz.
- Konkrete Wörter statt Floskeln. „Wir antworten innerhalb eines Arbeitstags“ sagt mehr als „exzellenter Service“.
- Ein klarer nächster Schritt auf jeder Seite. Wie Struktur und Oberfläche zusammenspielen, steht in unserem Artikel über UI und UX Design.
- Nur versprechen, was du belegen kannst. Seit dem 27. September 2026 sind pauschale Umweltaussagen ohne Beleg unzulässig, mehr dazu in Wann ist ein Produkt nachhaltig, und wann darfst du es sagen?

5. Checkliste für deine Startseite
- Steht im ersten Satz, was du anbietest und für wen?
- Wird klar, was dich von anderen unterscheidet?
- Spürt man, warum du das machst?
- Ergeben die Zwischenüberschriften allein schon Sinn?
- Gibt es einen sichtbaren nächsten Schritt?
- Kannst du jede Aussage belegen?
- Klingt der Text nach dir, und nicht nach einer Agentur?
Zögerst du bei mehr als zwei Punkten, hilft ein Blick von außen.
6. Fazit
Gute Website-Texte entstehen, wenn du drei Fragen ehrlich beantwortest: Was machst du, wie machst du es, und warum. Alles andere ist Handwerk.
Wie klingen deine Texte?
Du willst wissen, ob deine Website die drei Fragen beantwortet? In 30 Minuten schauen wir gemeinsam drauf, kostenlos und ohne Verkaufsdruck.

Über den Autor: Benno Schmidtler hat memedia gegründet und baut seit über 30 Jahren Websites. Er führt jedes Projekt persönlich, von der Strategie bis zur Betreuung.




